Liebe Schwedter Bürgerinnen und Bürger,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer an LOS,
werte Leserinnen und Leser,


mit dem Erscheinen der Ihnen vorliegenden Dokumentation zur Bilanz von Projekten des Bundesmodellvorhabens „Lokales Kapital für soziale Zwecke - LOS“ aus der Förderperiode 2007/2008 geht ein erfolgreiches Kapitel dieses Förderprogramms zu Ende.

Unter der Überschrift „Menschen beteiligen. Strukturen vernetzen, Mikroprojekte fördern“ sind seit dem Jahre 2003 aus diesem Programm mehr als 320.000 Euro in 50 Mikroprojekte unterschiedlichen sozialen Inhalts geflossen, die in der Oberen Talsandterrasse zum Wohle der dort Wohnenden realisiert wurden.

Berufsorientierung, Hilfe für Behinderte und Benachteiligte, Integration von Aussiedlern, Deutschkurse für Migranten, Elterncoaching oder die berufliche Fortbildung junger Menschen bei gleichzeitiger Schaffung materieller Werte zur Stärkung des Ehrenamtes – mit Vielfalt und Kreativität haben sich Schwedter Vereine engagiert, um die Beschäftigung von Menschen zu fördern, die in der Oberen Talsandterrasse besonders stark von Veränderungen in der demographischen Entwicklung und des Stadtumbaus betroffen sind.
Vor allem für Jugendliche bot LOS vielfältige Möglichkeiten, Benachteiligungen in Bildung oder Ausbildung zu überwinden oder sich beruflich besser zu orientieren. „Praxislernen“, initiiert von der Gesamtschule Talsand in Kooperation mit der PCK Raffinerie GmbH und vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, wurde so zum Beispielprojekt für das Land Brandenburg und darüber hinaus.
Viele Mikroprojekte waren auch darauf ausgerichtet, speziell die Chancengleichheit von Frauen und Männern im gesellschaftlichen Leben zu wahren oder sich für Toleranz und Demokratie unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie im Zielgebiet einzusetzen.

Die Beratung, Planung und Umsetzung der LOS-Mikroprojekte entsprechend der Zielstellung dieses Programms lagen in den Händen der Mitarbeiterinnen des Stadtteilbüros und der Koordinierungsstelle LOS, die mit Engagement und Sachkenntnis neue, oft auch unkonventionelle Wege beschritten haben, um die Eigeninitiative des Einzelnen zu stärken und den sozialen Zusammenhalt im Zielgebiet aktiv zu fördern.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Initiatoren, Teilnehmern und Partnern aus Politik und Wirtschaft für ihren Einsatz bei der erfolgreichen Verwirklichung der LOS-Mikroprojekte und den diesen innewohnenden Zielen der Europäischen Union und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bedanken.

Noch ist nicht entschieden, ob Lokales Kapital für soziale Zwecke erneut oder in anderer Form fortgesetzt wird. Sollte es jedoch dazu kommen, so wird sich die Stadt Schwedt/Oder diesem neuen Ansatz nicht verschließen und ich würde mir wünschen, dass bei einer Weiterführung von LOS die entwickelten Strukturen tätig werden und es gelingt, alte und neue Partner für die Idee der Förderung strukturschwacher Quartiere zu begeistern.


Jürgen Polzehl