Projekte 2010: MP 01 | MP 02 | MP 03 | MP 04 | MP 05 | MP 06 | MP 07


"JETZT WILL ICH ES WISSEN"
LEBENSLANGES LERNEN FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN
 
Träger:
Lebenshilfe e. V.
Kreisvereinigung Uckermark
Bahnhofstraße 18
16303 Schwedt/Oder
Telefon:  03332 - 475890
Fax: 03332 - 4758916
abrockmann@lebenshilfe-uckermark.de

Inhalt/Konzept:
Der Abbau der Benachteilungen und die berufliche Integration in die Arbeitswelt wird durch die Inhalte des Projektes wesentlich verbessert. Es wurden Grundlagen geschaffen für eine Teilausübung von Berufsbildern. Dabei ergibt sich das Kennenlernen von Berufsgruppen im sozialen und technischen Bereich. Dies wird erreicht durch verschiedene berufliche Lernangebote wie zum Beispiel Haushaltsführung, Computerfahrscheine in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, Erhöhung der Basisqulifikation in Deutsch und Mathematik. Es wird wieder 6 Angebote wöchentlich geben. Um in der Stadt Schwedt und Einzugsgebiet integrative Bildungsangebote, die für Menschen mit Behinderung geeignet und erreichbar sind, zu schaffen, bedarf es einer Situationsanalyse und einer Vernetzung bestehender Angebote.

Zielsetzungen:
1. Bundesweiter Erfahrungsaustausch unter aktiven Erwachsenbildnerinnen
2. Erwachsenenbildung zur Förderung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung
3. Best-Practice-Präsentation: Beispielhafte Beiträge der Erwachsenenbildung, auch aus ausgewählten Nachbarstaaten
4. Förderung institutionenübergreifender Ansätze und integrativer Erwachsenenbildungsprojekte
5. Abbau von Benachteiligungen und Ausgrenzungen hinsichtlich der Teilnahmemöglichkeiten behinderter Menschen
6. Entwicklung von Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung und zum Ausbau erreichbarer Erwachsenenbildungsangebote
7. Folgerungen für die Förderung der Einsatzmöglichkeiten des Instruments "Persönliches Budget" sowie für seine Anwendung im Sinn einer verbreiterten Entwicklung lebenslangen Lernens für Menschen mit Behinderung.

Das sich durch die Erstellung der Situationsananlyse gebildete Netzwerk sowie auch bereits vorhandene Netzwerkpartner sind potentielle Ansprechpartner für die Bereiche der beruflichen Asubildung für Jugendliche mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Das zukünftige Bestehen des Netzwerks wird durch den Verein als Netzwerkkoordinator sichergestellt.

Zielgruppen:

Junge Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen

Förderzeitraum:
11.01.2010 – 13.12.2010

Auswertung des Trägers:
Das Projekt startete mit einer Schnupperstunde in allen angebotenen Bereichen: Kochkurs, Theaterkurs, Mathematik- und Deutschkurs sowie Computerkurs. In diesem Schuljahr wurden die Kurse von 28 Teilnehmer/-innen besucht. Jeden Montag wurde in der Lern- und Lehrküche gekocht mit anschließender Verkostung, die Rezepte wurden aufgeschrieben, um sie später nach kochen zu können. Dadurch lernen die Teilnehmer/-innen den Umgang mit modernen Küchengeräten und führen gemeinsam ein Haushaltsbuch. Die Teilnehmer/-innen des Computerkurses erlangten nicht einen Computer-Pass, sondern erstellten auch ein Kochbuch mit den Rezepten des Kochkurses. Im Mathematik- und Deutschkurs wurde, aufgeteilt in zwei Lerngruppen, an der Festigung und dem Erhalt der Grundaufgaben, Rechnen mit Geld für den täglichen Umgang, deutliches und freies Sprechen für Wegbeschreibungen und der Uhrzeit für die Planung des Tagesablaufes gearbeitet, sowie Gedächtnistraining in spielerischer Form und Zahlentraining. Im Theaterkurs wurde kräftig für das Theaterstück „Und wenn es anders kommt...“ geübt für die Premiere bei den Schultheatertagen.
 


Projekte 2010: MP 01 | MP 02 | MP 03 | MP 04 | MP 05 | MP 06 | MP 07


QUALIFIZIERUNG EINER FRAU ZUR LICHT- UND TONTECHNIKERIN
Klick zum Vergrößern!   Klick zum Vergrößern!   Klick zum Vergrößern!
 
Träger:
THEATER Stolperdraht
Kinder- und Jugendtheater in Schwedt e. V.
Berliner Straße 52
16303 Schwedt/Oder
Telefon:  03332 - 23551
Fax: 03332 - 838295
stolperdraht@swschwedt.de

Inhalt/Konzept:
Durch diese Maßnahme wird eine Frau durch Beschäftigung und gezielte Weiterbildung befähigt, die Licht- und Tontechnik im Theater zu bedienen und Vorstellungen eigenständig technisch abzusichern. Die Teilnehmerin erhält weder finanzielle Unterstützung vom Amt zur Grundsicherung noch andere Sozialleistungen. Die Förderung bewirkt eine Steigerung des Selbstbewußtseins sowie der sozialen Kompetenzen. Die durch die Beschäftigung notwendige ständige Interaktion mit den Regisseuren, Technikern und Darstellern ermöglicht der Teilnehmerin ihre Schüchternheit im Umgang mit anderen Personen abzulegen und ihre Kommunikationsfähigkeit auszubauen. Im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit wird die Teilnehmerin unterstützt und angeleitet durch eine Mitarbeiterin des Theaters, die bereits auf diesem Gebiet Erfahrungen sammeln konnte. Die technische Einrichtung zu Vorstellungen erfolgte durch den jeweiligen Lichttechniker selbst, so dass es der Teilnehmerin nicht möglich war, näheren Einblick in diese Thematik zu nehmen. Durch gezielte Auswahl der Lehrgänge soll auf dem vorhandenen Wissenstand aufgebaut werden. Alle Bildungsinhalte werden unmittelbar in der Praxis direkt im Theater umgesetzt. Durch die intensive Integration in den Ablauf im Theater wird eine praxisnahe Arbeit gewährleistet. Ständige Ansprechpartnerin ist dabei die begleitende Kollegin aus der ehrenamtlichen Theaterarbeit.

Folgende Arbeitsaufgaben werden durch die Teilnehmerin ausgeführt:
- Sachgemäßer Umgang mit der Licht- und Tontechnik, - Absicherung von Theaterveranstaltungen als Licht- oder Tontechnikerin,
- Weiterbildung auf dem Gebiet der Licht- und Tontechnik. Die Weiterbildung beinhaltet folgende Schwerpunkte: - Allgemeine technische Grundlagen, - Lichttechnik im Theater,
- Farbenlehre,
- Tontechnik im Theater,
- Akustik.

Nach Schaffung der Grundlagen zum Einsatz der Teilnehmerin als Licht- und Tontechnikerin wird die Teilnehmerin ihr erworbenes Wissen im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft "Bühne" an interessierte Jugendliche weitergeben. Durch den Brand am 4.10.2009 im "Kosmonaut" wurde die Licht- und Tontechnik des Theaters komplett zerstört. Eine Fachfirma hat die Neuinstallation übernommen. Diese Firma hat der Mitwirkung der Teilnehmerin an der licht- und tontechnischen Installation zugestimmt.

Zielgruppe:
Eine arbeitslose Frau ohne Ansprüche bei der Agentur für Arbeit oder beim Amt zur Grundsicherung

Förderzeitraum:
10.01.2010 – 31.12.2010

Auswertung des Trägers:
Durch diese Maßnahme wurde eine Frau durch Beschäftigung und gezielte Weiterbildung befähigt, die Licht- und Tontechnik im Theater zu bedienen und Vorstellungen eigenständig technisch abzusichern.Die Förderung bewirkte eine Steigerung der Kompetenzen und des Selbstbewusstseins und durch die ständige Interaktion mit den Regisseuren, Technikern und Darstellern ihre Schüchternheit im Umgang mit anderen Personen abzulegen und ihre Kommunikationsfähigkeit auszubauen. Im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit wurde die Teilnehmerin durch eine Mitarbeiterin des Theaters unterstützt und angeleitet und durch gezielte Auswahl der Lehrgänge wurde auf dem Wissensstand aufgebaut. Durch die intensive Integration in den Ablauf des Theaters wurde eine praxisnahe Arbeit gewährleistet und alle Bildungsinhalte unmittelbar in der Praxis umgesetzt. Ständige Ansprechpartnerin ist dabei die begleitende Kollegin aus der ehrenamtlichen Theaterarbeit. Die Erarbeitung von Licht- und Tonplänen erfordert Fachkenntnis und somit wurde die Teilnehmerin Schritt für Schritt in die Thematik eingeführt und Pläne für zwei Inszenierungen erstellt, anhand derer sie die Licht- und Tontechnik zu den Vorstellungen bediente. Die Arbeitsgemeinschaft „Technik“ besteht zurzeit aus 4 Mitgliedern und trifft sich wöchentlich für zwei Stunden.
 


Projekte 2010: MP 01 | MP 02 | MP 03 | MP 04 | MP 05 | MP 06 | MP 07


LOST? ... aber nicht mit mir!

 
Träger:
Karthausklub e. V.
Karthausstraße 5
16303 Schwedt/Oder
Telefon:  03332 - 22266
Fax: 03332 - 22266
karthausklub@swschwedt.de

Inhalt/Konzept:
Durch dieses Projekt sind Jugendliche erreichbar, die auf einem herkömmlichen Weg für gemeinsame, bildende Maßnahmen nicht mehr erreicht werden. Durch diesen unkonventionellen, doch wirksamen Weg werden Schlüsselqualifikationen gefordert und gefördert.

Alle Teilnehmer werden in zwei Wochenend-Camps, mit Karte und GPS-Geräten in der näheren Umgebung, also im Nationalpark "Unteres Odertal", an Stationen verschiedene Prüfungen im Wissens-, Geschicklichkeits- bzw. Wahrnehmungbereichen (Schmecken, Hören, Riechen, Fühlen) absolvieren. Speziell Mädchen und Jungen aus sozial benachteiligten aber auch Familien mit Emigrationshintergrund bzw. andere Randgruppen sind die Teilnehmer des Camps, bereits in der Vorbereitungsphase erfolgt die Einbeziehung durch die eigenverantwortliche Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit.

Sie übernehmen Verantwortung für "ihr" Projekt und lernen den Umgang mit Medien und Institutionen. Es wird Selbstbewusstsein für das eigene Können und Vermögen entwickelt. Da bereits die Anreise am ersten Tag mit dem Fahrrad und gemeinsam in der großen Gruppe erfolgt und danach das Camp errichtet bzw. die Zelte gemeinsam aufgebaut werden, wollen wir das Zusammengehörigkeitsgefühl schon von Anfang an ansprechen. Es werden an zwei aufeinander aufbauenden LOST-Wochenenden (Frühjahr/Herbst) die Prüfungen des nächsten Tages der jugendlichen Teilnehmer an den Stationen so gestaltet, dass vor allem körperliche Vorteile des männlichen Geschlechts nicht zum Tragen kommen. Gerade die Mädchen entwickeln im direkten Geschlechterkampf sehr großen Ehrgeiz. Deshalb wollen wir diese besonders ansprechen.

Da dieser "Wettkampf" in verschiedenen Teams absolviert wird, können sich die Mitstreiter gegenseitig unterstützen (anregen der Teamfähigkeit) und motivieren. Es ist erstaunlich, welche Stärken jeder Einzelne entwickelt, wenn er sich abseits von jeglicher Medienwelt auf das Wesentliche konzentrieren muss. Nach diesen Erlebnissen werden sämtliche Teilnehmer mental gestärkt und mit größerem Selbstbewußtsein aus diesen Wochenenden nach Hause zurückgekehren, was ihnen wiederrum im weiteren täglichen Leben zu Gute kommt. Die Abreise erfolgt dann am 3. Tag ebenfalls gemeinsam und mit dem Rad! Die Anleitung der Jugendlichen erfolgt durch ehrenamtliche Jugendliche, die als Betreuer fungieren.

Zielgruppe:
Arbeitslose generell, Langzeitarbeitslose, Personen mit Migrationshintergrund, Schüler/-innen, Schulverweigerer/Schulverweigerinnen, Unversorgte Lehrstellenbewerber/-innen, Ausbildungsabbrecher/-innen, Ausbilder/-innen und ehrenamtlich Tätige.

Förderzeitraum:
01.05.2010 – 31.12.2010

Auswertung des Trägers:
Wenn man über Jugendliche spricht, sollte man nicht nur über sie sprechen sondern auch einfach mit ihnen sprechen. Und genau das haben wir auch in Bezug auf die Vorbereitung des oben genannten Projektes getan. Jugendliche teilhaben zu lassen ist ein wichtiger Aspekt, um auf ihre Interessen eingehen zu können. Motivation für andere Gleichgesinnte geht nur auf einer Ebene die sie selbst verstehen. Auch das war ein wichtiger Indikator für eine erfolgreiche Durchführung des Projektes. Hierzu wurden sehr erfolgreich Jugendliche gewonnen, die beim Entwurf und der Gestaltung eines Plakates halfen. Sie übernahmen die Verteilung dieser Werbemittel an Schulen und Freizeiteinrichtungen wie z. B. Jugendclubs. Die Teilnehmerlisten waren schnell mit jeweils der gleichen Anzahl männlicher und weiblicher Klientel gefüllt. Damit keine Nachteile für die Mädchen aufgrund ihrer körperlichen Fähigkeiten entstehen, wurden Aufgaben gewählt, die die Wahrnehmungs-, Geschicklichkeits- und Wissensbereiche der einzelnen Teilnehmer/-innen anspricht und die Teamfähigkeit anregt. Der Umgang mit Karte und Kompass hat nach einigen Startschwierigkeiten ganz gut geklappt und mit dem Einzug der GPS-Technik beim zweiten Teil der Veranstaltung war es gar kein Problem mehr, die einzelnen Stationen und wieder zurück ins Camp zu finden.
Für diese Erfolge bekamen die Teilnehmer/-innen eine Urkunde, auf der ihre erbrachten Fähigkeiten bzw. Erfolge dokumentiert wurden.
Seine Handlungen selbst zu reflektieren und daraus selbst und mental gestärkt herauszugehen, war ein Anliegen an die Teilnehmer/-innen. Hemmungen abbauen und Stärken erkennen, selbst tätig werden, Entscheidungen treffen... Wichtig für den weiteren Werdegang z. B. ins Berufsleben, in die Lehre oder ins Studium. Die Meinung der Jugendlichen war dahin gehend positiv, dass dieses Projekt ihnen dabei mehr oder weniger geholfen hat.
Ebenso wurde schon gemeinsam nach neuen Ideen für aufbauende oder ähnliche Veranstaltungen gesucht, immer unter dem Aspekt was wollen wir bewirken, wen wollen wir ansprechen und warum, wie können wir teilhaben usw.
 



Projekte 2010: MP 01 | MP 02 | MP 03 | MP 04 | MP 05 | MP 06 | MP 07


Ausbildungsmentoring in Schwedt
 
Träger:
Uckermärkischer Bildungsverbund gGmbH
Kunower Straße 3
16303 Schwedt/Oder
Telefon:  03332 - 450919
Fax: 03332 - 450979
j.kuschel@ubv-schwedt.de

Inhalt/Konzept:
Das Ziel besteht in der Schaffung und Entwicklung eines nachhaltigen Systems der Förderung und Begleitung benachteiligter zukünftiger Ausbildungsplatzsuchender und Schulabsolventen. Im Rahmen des Konzeptes "Ausbildungsmentoring" sollen niederschwellige Methoden der Aktivierung, der Kompetenzfeststellung und Passungsklärung, sowie der Vermittlung in AusbildungVorschlag zur Berufsvorbereitung und/ oder Begutachtung
an bestehende Strukturen der Ausbildungsförderung und -begleitung angebunden und effektiv auf die spezifischen Bedarfe der Zielgruppe sowie der regionalen Wirtschaft hin abgestimmt werden. Insbesondere die Befähigung der Teilnehmer zur Erarbeitung ihrer persönlichen Bewerbungen und die Entwicklung eigener Bewerbungsstrategien stehen im Fokus. Die Entwicklung des bewussten Erkennens der eigenen Stärken und Schwächen, sowie die Möglichkeit der eigenen Präsentation und Vorstellung sind entscheidend im Übergang in die Ausbildung und werden individuell zugeschnitten auf den Teilnehmer und seine angestrebte Ausbildungslaufbahn erarbeitet. Die Schwerpunkte sind Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit durch individuelle Aktivierung und Klärung individueller Problemlagen. Die Instrumente Interessentest, Berufswahltest, Assessment-Center, Erstellung einer Entwicklungshypothese, Einsatz von Jobmentoren.

Eintrittsphase:
April 2010 Assessmentcenter, Erstellung einer Entwicklungshypothese, Durchführung und Dokumentation von auswertenden und zukunftsorientierten Einzelgesprächen, Übergabe der Ergebnisse an Jobmentoren.

Betreuung und Begleitung durch Jobmentoren:
Oktober bis Dezember 2010 und darüber hinaus Betreuung und Begleitung der Projektteilnehmer zur Sicherstellung einer kontinuierlichen fachlichen Betreuung durch die Jobmentoren werden diese während des Projektzeitraumes weiterqualifiziert. Damit ist der Qualitätsanspruch, immer am aktuellen Marktgeschehen mit zu wirken, gegeben und stellt die Versorgung mit aktuellen Methoden und Vorgehen im Berufsorientierungsprozess sicher. Gleichzeitig haben wir im Anschluss des Projektes die Möglichkeit die Jobmentoren in verschiedenen neuen Projektkonstellationen wirken zu lassen und eine nachhaltige Wirkung in der Stadt Schwedt/Oder sicher zu stellen.

Zielgruppe:
benachteiligte Schüler der Klassen 8 (teilweise beginnend Klasse 7) punktuell benachteiligte Schulabsolventen und Ausbildungsplatzsuchende

Förderzeitraum:
01.04.2010 – 31.12.2010

Auswertung des Trägers:
Bisher haben 37 Schüler/-innen Zugang zu diesem Projekt bekommen.
3 weitere Schüler sind auf der Schwedter Studien- und Ausbildungsmesse durch die Präsentation der Teilnehmer/-innen auf dieses Projekt aufmerksam geworden und haben im Oktober begonnen.
In der Projektumsetzung haben sich drei wesentliche Projektgruppen heraus kristallisiert. Eine Projektgruppe trifft sich regelmäßig monatlich zu einem Projekttag an dem die Aufgabenstellungen abgearbeitet werden. Eine zweite Projektgruppe nutzt einen Tag in der Woche nach dem Unterricht um sich in der Freizeit den Aufgabenstellungen zu stellen. Und die dritte Projektgruppe nutzt Möglichkeiten im Rahmen des Unterrichts und in der Freizeit um die Schwerpunkte des Konzeptes zu bearbeiten.
Es wird eingeschätzt, dass die Zielstellung, ein niederschwelliges Angebot zu schaffen kontinuierlich umgesetzt wurde. Insbesondere die Aktivierung der Schüler/-innen hat dazu geführt, ausgehend von den Interessen Berufsperspektiven zu erschließen, die es ermöglichen individuell seine Lebensperspektive zu „planen“.
Es konnten gemeinsam mit den Schüler/-innen klare Vorstellungen entwickelt werden, welche Möglichkeiten und Chancen sich in Schwedt bzw. Uckermark ergeben, bei Erreichen eines „soliden“ Schulabschlusses in einen lukrativen Ausbildungsberuf einzumünden.
Besonders gut konnte die Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Eltern und den Projektteilnehmer/-innen hergestellt werden.
 


Projekte 2010: MP 01 | MP 02 | MP 03 | MP 04 | MP 05 | MP 06 | MP 07

Rock the Trail - EASTEND 2010
 
Träger:
Uckermärkischer Bildungsverbund gGmbH
Kunower Straße 3
16303 Schwedt/Oder
Telefon:  03332 - 450910
Fax: 03332 - 450979
j.kuschel@ubv-schwedt.de

Inhalt/Konzept:
Die Jugendlichen in diesem Projekt sind geprägt durch ein desolates familiäres Umfeld, damit verbunden Schulverweigerung oder sogar Schulabbruch sowie das Fehlen von Lehrstellen. Ein gemeinsames Interesse verbindet sie, das ist die Freude am BMX-Fahren. Dort direkt auf der Strecke und im Jugendklub des Stadtteils konnten die Beteiligten direkt angesprochen und begeistert werden. Eigene Vorstellungen waren schon vorhanden und können so umgesetzt werden. Über diese Interesse ist es möglich mit den Jugendlichen in Austausch zu treten und auf dieser niedrigschwelligen Basis ein gemeinsames Planen und Arbeiten zu erreichen, das für alle Teilnehmer eine neue Qualität und Kontinuität bedeutet. So erreichen wir, dass die Jugendlichen sich mit der theoretischen Planung, der handwerklichen Umsetzung und der Organisation einer Veranstaltung selbstständig auseinandersetzen, Lösungsvorschläge finden und umsetzen. Unterstützung finden sie bei dem Träger der BMX-Strecke als Ansprechpartner. Es werden Räume für die Planungsphase zur Verfügung gestellt und die Betreuer sind stets dabei und können beratend zur Seite stehen. So enstehen Verbindungen zwischen den Teilnehmern und den Sozialarbeitern, die über die Arbeit hinausgehen und die soziale Integration fördern. In der Eröffnung der neugestalteten Strecke mit einem professionellen Wettbewerb am 14. August 2010 und dem zugänglich Machen für die Öffentlichkeit ist das Ergebnis für alle Beteiligten fassbar, stärkt das eigene Selbstbewusstsein und erleichtert die eigene Entscheidung für eine Lehrstelle im planerischen oder handwerklichen Bereich.

Das Projekt wird in fünf Phasen umgesetzt:
Erste Arbeitsphase:
Monat März - Planung des Umbaus und des Events "Rock the Trails", Aufteilung der Arbeiten
Zweite Arbeitsphase:
Monat April bis Mai - Umbau Hindernissparcour und Rampenneubau
Dritte Arbeitsphase:
Mai bis Juli - Wiederaufbau und Neugestaltung der Grünanlage, Planung und Organisation des Events
Vierte Arbeitsphase:
Durchführung des Events "Rock the Trails" am 14. August 2010
Fünfte Arbeitsphase:
August - September - Reflexion, Projektauswertung

Zielgruppe:
benachteiligte Schüler der Klassen 8 (teilweise beginnend Klasse 7) punktuell benachteiligte Schulabsolventen und Ausbildungsplatzsuchende

Förderzeitraum:
01.03.2010 – 30.09.2010

Auswertung des Trägers:
Bereits im Winter 2009 wurde an den ersten Plänen gearbeitet. Mit Projektstart ging es dann in die Feinplanung. Es wurde beraten, organisiert und vorbereitet um die Freiluftsaison so bald wie möglich zu nutzen.
Anfang Mai wurde angefangen mit einem Radlader das Gelände ordentlich zu gestalten. Hunderte Tonnen Sand und schwerer Mutterboden wurden bewegt und zur Line geschüt-tet. Danach wurden die vom Radlader zurecht geschütteten Hügel mit Schippen zu ordentlichen Sprüngen und Landungen geformt. Das Ganze zog sich dann letztendlich bis ein Tag vor Eröffnung der umgestalteten Strecke mit dem Event „Rock the Trails“ hin, die mit etlichen Zusagen von BMX/MTB-Fahrern aus Deutsch-land auf den 14. August angesetzt war.
Leider spielte das Wetter nicht mit. Da die Sprünge nass unfahrbar waren, musste das ganze Event kurzfristig umdisponiert werden. Und so wurde die Eröffnung mit dem Konzert der drei Bands „Dan Dryers“, „Gebrüder Schlimm“ und „More Than Crossed“ in einen großen Saal verlegt.
Vor den Konzerten haben die BMX/MTB-Fahrer, die geblieben sind, sich gegenseitig in einem Bunny-Hop-Wettkampf (das Springen mit dem Fahrrad ohne Hilfsmittel) gemessen, wobei ein BMX-Fahrer aus Berlin mit seinem Fahrrad über eine 1,15 Meter hohe Messlatte sprang und somit sich den Platz eins für den Bunny-Hop-Kontest holte.
Trotz des verregneten Eröffnungstages konnten rund 100 Leute empfangen werden, um die Party steigen zu lassen.
 


Projekte 2010: MP 01 | MP 02 | MP 03 | MP 04 | MP 05 | MP 06 | MP 07


LERNEN LOHNT SICH
      
 
Träger:
Schulföderverein der Gesamtschule Talsand
Rosa-Luxemburg-Straße 6
16303 Schwedt/Oder
Telefon:  03332 - 32106
Fax: 03332 - 47396
ostko@talsand.de

Inhalt/Konzept:
Die SchülerInnen der 12. Klasse unserer Schule soll dabei gerholfen werden, ihre Zeit effektiver zu nuttzen, eigene Ziele (Lebensziele/ Studienziele, Berufsziele) zu finden.

Dabei wollen wir Seminare, Gesprächsrunden, Einzel- und Gruppencoaching, sowie Exkursionen an die Fachhochschulen der Umgebung ( Berlin, Brandenburg,MV) durchführen.

Die Ausgangssituation der Projektteilnehmer (37 SchüleInnen der 12. Klasse) kann nicht allgemien als positiv dargestellt werden. Verschiedene Ursachen ( Gesellschaft, Schule und Eltern) haben dazu geführt, dass sich unter den Jugentlichen eine Planlosigkeit, Desinteresse und recht eigenwillige Lerneinstellung breitgemacht hat. Insgesamt wird die Situation aus Sicht der Schule als recht problematisch einfeschätzt. Da es an der Motivation und Leistungsbereitschaft zahlreicher SchülerInnen mangelt, wird der erfolgreiche Schulabschluss sehr schwierig und auch die Fähigkeiten , den Anforderungen von Beruf, Studium und Familie gewachsen zu sein, werden als recht gering eingeschätzt. Konkret werden diese Tatsachen deutlich bei den Fehl- und Krankenzeiten, bei der Bewertung von Leistungen und in zahlreichen Gesprächen mit Schülern, Eltern und Lehrern.

Unseren Projektstart im September wollen wir unbedingt mit der Einbeziehung der SchülerInnen beginnen. Hier werden wir ein Seminar durchführen, um die Ziele und Aufgaben noch genauer zu beschreiben. Im Oktober und Anfang November sollen die ersten Exkursionen an die Fachhochschulen durchgeführt werden, um Interesse zu wecken und erste Ziele aufzuzeigen.

Im 2. Halbjahr der 12. Klasse soll dann die Durchführung von Seminren und Coaching im Mittelpunkt stehen. Hier sollte zu den konkreten Themen aber das Einführungsseminar abgewartet werden.

Im November wollen wir eine thematische Elternversammlung und Lehrerfortbildung durchführen, um auch von dieser Seite die Unterstützung unseres Projektes zu garantieren.

Zielgruppe:
Personen mit Migrationshintergrund, Schüler/-innen

Förderzeitraum:
01.07.2010 – 30.09.2010

Auswertung des Trägers:

Der Schulf örderverein der Gesamtschule Talsand gründete gemeinsam mit Schülern und Schülerinnen eine Ideenwerkstatt unter dem Motto „Initiative für meine Zukunft selbst ergreifen“.
Damit verband die Schule das Ziel Schüler und Schülerinnen zur Selbsthilfe bei zahlreichen Problemen zu befähigen, ihre Zeit effektiver zu nutzen und eigene Ziele (Lebensziele, Studienziele, Berufsziele) zu finden.
Der Projektstart im September hat mit der Einbeziehung der Schüler und Schülerinnen begonnen. Hier wurde ein Seminar durchgeführt, um die Ziele und Aufgaben noch genauer zu beschreiben.
Im Oktober und Anfang November wurden die ersten Exkursionen an die Fachhochschulen im Land Brandenburg durchgeführt, um Interesse zu wecken und erste Ziele aufzuzeigen.
Weitere konkrete Maßnahmen waren Seminare mit Dr. Wolter und Fortbildung für Eltern und Lehrer.
Zusätzlich wurde erhofft, dass der Prozess der Teambildung voran schreitet, da fast alle Schüler und Schülerinnen des Jahrganges auf freiwilliger Basis teilnehmen wollten.
Im November wurde eine thematische Elternversammlung und Lehrerfortbildung durchgeführt, um auch von dieser Seite die Unterstützung unseres Projektes zu garantieren.
Im 2. Halbjahr der 12. Klasse soll dann die Durchführung von Seminaren und Coaching im Mittelpunkt stehen.
 


Projekte 2010: MP 01 | MP 02 | MP 03 | MP 04 | MP 05 | MP 06 | MP 07


JUGEND IN SCHWEDT/ODER
Gestaltung eines Festwagens zum Brandenburgtag
 
Träger:
Uckermärkischer Bildungsverbund gGmbH
Kunower Straße 3
16303 Schwedt/Oder
Telefon:  03332 - 450910
Fax: 03332 - 450979
j.kuschel@ubv-schwedt.de

Inhalt/Konzept:
Schwerzugängliche Jugendliche mit Tendenz zum Schulabbbruch und Verweigerung werden durch ergebnisorientierter Arbeit an Kontinuität und Stetigkeit herangeführt und in terminierte Arbeit integriert.Die Förderung des gemeinsamen Arbeitens, der Entwicklung von Kreativität und Verantwortung für Geschaffenes sowie dadurch Selbstbewußtseinsentwicklung stehen im Vordergrund.Gleichzeitig bewirkt die Gestaltung eines Festwagens mit folgender Präsentation das praktische Arbeiten in Werkstätten und somit Kennenlernen unterschiedlichster Handwerks - und Fertigungstechniken als praktischen Projektteil.Es werden Fähigkeiten und Fertigkeiten entdeckt und gefördert, die bei Interesse in eine Berufsausbildung münden. Mit den Jugendlichen wird das Schaubild zum Festumzug geplant und gestaltet.Dazu werden zu festen Terminen Zielstellungen abgearbeitet.

Wöchentliches Treffen ab Monat Juli.

Arbeitsabschnitt 1
Planung und Entwurf des Schaubildes
Erarbeitung von Skizzen
Zusammenstellung der benötigten Materialien und elemente

Arbeitsabschnitt 2
Umsetzung der Gestaltungsvorschläge an einem Modell

Arbeitsabschnitt 3
Beratung mit den beteiligten Unternehmen zu Sicherheitsfragen, Belehrungen
Klärung der möglichen Aufbauten und Terminstellungen

Arbeitsabschnitt 4
Gestaltung der Fahrzeuge und anbringen der Aufbauten

Arbeitsabschnitt 5
Teilnahme am Festumzug zum Brandenburg-Tag 2010

Arbeitsabschnitt 6
Reflexion und Auswertung

Zielgruppe:
Schüler/-innen, Jugendliche ohne Hauptschulabschluss, Schulverweiger/-innen

Förderzeitraum:
01.09.2010 – 31.12.2010

Auswertung des Trägers:
Bereits im Vorfeld wurden Ideen und Möglichkeiten erschlossen um erfolgreich mit Jugendlichen diesen Höhepunkt vorzubereiten. Nach dem Projektstart ging es in die Fein-planung. Besonders wichtig war es den Jugendlichen die Vielfalt der Möglichkeiten an Lebensperspek-tiven darzustellen. Was durch verschieden gestaltete Showtrucks umgesetzt wurde. Es sollte die Einheit vom Land Brandenburg und der Stadt Schwedt hergestellt werden, was durch die rot-weißen Luftballonschlangen und dem gesta-lteten Banner „Jugend hat Zukunft“ gelang. Gleichzeitig ging es neben der Gestaltung des Festumzugs-bildes um den Moderationstext, der durch den Zeremonienmeister des Umzuges verlesen wurde.
Mit Blick auf die Indikatoren können wir feststellen, dass es gelungen ist das Schaubild für den Festumzug zu entwerfen, zu planen und umzuset-zen. Weiterhin haben regelmäßig 8 Jugendliche an den Vorbereitungen, der praktischen Umsetzung und der Teilnahme am Festumzug mitge-wirkt. Besonders interessant war der praktische Teil, in dem die Jugend-lichen ihre handwerklichen Fähigkei-ten unter Beweis stellen mussten. Vom Herstellen der Luftballonschlan-gen und deren Befestigung, als auch die Montage der Musik- und Licht-anlage, die Installierung der Kom-pressoren und die Gestaltung der Showtrucks verlangte Durchhalte-vermögen und Ausdauer, Konzentra-tion und Disziplin als auch die Bereit-schaft zu Veränderungen wenn sich manches nicht praktisch umsetzen ließ. Als Schlusspunkt lässt sich fest-halten: mit Engagement, Fleiß und Einsatz ließ sich die Projektidee umsetzen.